Das Problem
Sowohl eine zu geringe als auch eine zu hohe Düngung haben schwerwiegende Nachteile:
Untersuchungen an Gartenböden zeigen, daß diese sehr häufig überdüngt sind. Dies ist u.a. an den sehr hohen Phosphorgehalten im Boden zu erkennen. Etwa 80% der Gartenböden waren mit Phosphor überversorgt.
Die Ursachen
Ursachen für eine manchmal unzureichende, häufig jedoch zu hohe Düngung sind:
Die Lösung
Hier setzt das EDV-Programm OSGAR an, da es sowohl den Nährstoffbedarf der Kulturen als auch die Nährstoffzufuhr durch organische Düngung berücksichtigt. Daneben werden weitere Faktoren wie der Nährstoffgehalt des Bodens, die Gründüngung und der Verbleib von Ernterückständen angerechnet. Für die Berechnung der notwendigen Nährstoffzufuhr muß der Nährstoffbedarf der Pflanze bekannt sein. Vom Nährstoffbedarf muß - um eine Überdüngung zu vermeiden - das Nährstoffangebot aus organischer Düngung, Ernterückständen, Gründüngung und aus dem Boden abgezogen werden. Dazu zählt auch das Mulchen mit Rindenprodukten, Holzhäcksel und Grasschnitt.
Die Tabelle zeigt beispielhaft die Berechnung des Stickstoffbedarfs der Kulturfolge Kopfsalat - Porree mit OSGAR (in g/m²):
| Kopfsalat | Porree | |
|---|---|---|
| N-Bedarf unter Berücksichtigung eines mittleren Ertrags | 9 | 20 |
| N-Zufuhr durch organische Düngung (5 Liter Kompost/m²; bei 15% Ausnutzung; Anrechnung für Kopfsalat 1/3, für Porree 2/3) |
- 1 | - 2 |
| N-Angebot aus Ernterückständen | 0 | - 1 |
| N-Angebot des Bodens | 0 | 0 |
| erforderliche Stickstoffzufuhr in g/m² | 8 | 17 |
Zu OSGAR gehört ein ausführliches Handbuch. Diese Anleitung ermöglicht es besonders interessierten Gartenbesitzern, das Stickstoffangebot des Bodens mit dem Ahlemer Testpflanzensystem, das auf der optischen Beurteilung eines Ölrettichbestands beruht, zu schätzen oder durch eine Nmin-Analyse zu messen.
Umrechnung des Nährstoffbedarfs in Düngermengen
OSGAR rechnet den Nährstoffbedarf direkt in die erforderliche Düngermenge um. Zur Auswahl stehen verschiedene Einnährstoff-, Stickstoff-Kali- und Mehrnährstoff- oder Volldünger. Ferner sind spezielle Rasen- und Depotdünger aufgenommen. Durch die Eingabe der Flächengröße entfällt das "lästige" Umrechnen der Düngermenge auf die Beetgröße.
Nachfolgend eine Auswahl der im Programm berücksichtigten Düngemittel:
| mineralische Dünger | Alzon, Basammon, Ammonsulfatsalpeter, Kalkammonsalpeter, Kalksalpeter, Kalkstickstoff, schwefelsaures Ammoniak, Superphosphat, Thomasphosphat, Triple-Superphosphat Kaliumsulfat, Patentkali (Kalimagnesia), Bittersalz, Kieserit, mineralische Volldünger, Plantacote Depotdünger, Osmocote Depotdünger |
| Dünger auf organischer Basis | Hornspäne, Hornmehl, Blutmehl, Rhizinusschrot, Knochenmehl, Peru Guano, Hornoska, Hornoska spezial, Oscorna Animalin, Orgamin, Sanguano, Sanguano super |
Die folgende Abbildung zeigt, für welche Kulturen das Programm angewendet werden kann:
Preis: ca. 43,50 EUR (85,00 DM, inkl. Versandkostenpauschale)
© 1992-2002 Dr. Dieter Alt <dr-dieter-alt@osnanet.de>, Dipl.-Ing. Jan Rimmek <jan.rimmek@mhinac.de>